03.März 2014  |  Allgemein, Essen, Hauptgerichte  |  Keine Kommentare

Orient im Rieselfeld, Teil 2

Die Teigtaschen dampften aus. Jetzt ging es weiter mit dem Huhn.

1. Zwiebeln in Streifen schneiden. Zitrone heiss abbrausen und in Scheiben schneiden. Die Safranfäden in 200 ml lauwarmen Wasser auflösen.

2. Kurkuma mit 3 EL Olivenöl vermischen und damit die Hähnchenstücke einreiben.

3. Olivenöl in einer hohen Pfanne heiss werden lassen und die Hähnchenteile auf beiden Seiten scharf anbraten, so dass sie gebräunt sind. Zwiebelstreifen und Zitronenscheiben dazu geben, mit dem Safranwasser übergießen, würzen mit Ingwerpulver und Pfeffer. Deckel drauf und den Schmackofatz rund 45 Minuten garen, eventuell zwischendurch etwas Wasser hinzugeben, falls das Huhn auf Grund läuft. Zum Schluss die Oliven einwerfen und weitere 10 Minuten schmurgeln lassen. Was ich nicht tat, aber garantiert dem Huhn nicht schadet: Zum Schluss 10 Minuten Intensivbräunung unter den Grillschlangen im Ofensonnenstudio.

Nicht aus dem Wiener Wald.

Nicht aus dem Wiener Wald.

Da tanzt der Bauch und lockt die Wasserpfeife.

Das braucht das Gericht:

1 Huhn (ca. 1,3 kg)
3 Zwiebeln
1 unbehandelte Zitrone
1 Döschen Safranfäden (0,1, g)
2 TL gemahlener Kurkuma
2 TL Ingwerpulver
Gemahlener Pfeffer
200 grüne Oliven
Olivenöl
03.März 2014  |  Allgemein, Essen, Vorspeisen  |  Keine Kommentare

Chez Dobler, mit lieben Gästen und Antipasti

Immer wieder gerne, auch mit unterschiedlicher Bestückung auf dem Tisch.

Immer wieder gerne, auch mit unterschiedlicher Bestückung auf dem Tisch.

Freunde. Reden. Trinken. Essen. Braucht es mehr? Das war mehr als genug an diesem Abend. Zum Reinknabbern gab es Bruschetta. Schmeckt immer, auch wenn der Deutsche es authentisch italienisch aussprechen will und dabei vergisst, dass der Italiener aus einem “ch” ein “k” macht. Bruschetta wie Brusketta. Für das zweite Antipasti, das mit den Pilzen, den Funghi marinati, werden 500 g Pilze in Streifen geschnitten und mit gepresstem Knoblauch und Olivenöl vermengt, kommen dann für rund 10 Minuten unter die heissen Grillschlangen des Ofens, werden geduscht mit Zitronensaft, und ein paar Schlücke Weisswein holen den Bratensatzgeschmack vom Blech. Huch? Wie kommt denn das Eis ins Bild? War schnell wieder weg.

Getoastetes Brot, Funghi marinati, Bruschetta, nicht im Bild: Knoblauchzehen.

Getoastetes Brot, Funghi marinati, Bruschetta, nicht im Bild: Knoblauchzehen.

Eis, Eis, Baby.

Eis, Eis, Baby.

26.Februar 2014  |  Allgemein, Essen, Vorspeisen  |  Keine Kommentare

Orientalischer Abend, erster Akt. Die Vorspeise.

Herrlich. Ich hatte den ganzen Nachmittag Zeit Gerichte für einen orientalischen Abend mit Freunden zu kochen; nur die Fußballreporter und ich in der Küche. Zuerst knöpfte ich mir das schon ziemlich gerupft herumliegende Huhn vor. Das kam von der Metzgerei Winterhalter aus Elzach, die es wiederum von einem Hühnerhalter aus dem Elsaß herhatte. Kostete ein Zehner. Erst massakrierte ich den Flattermann in acht Teile, darunter zwei Keulen und zwei Flügel, anatomisch normal also. Hühnerteile bepinseln mit einer Marinade aus 2 TL Salz und Olivenöl, und mindestens zwei Stunden im Kühlschrank wegsperren.

Weiter ging es erst einmal mit den Blätterteigtaschen. Zum Auftauen die 6 Platten auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Nach einer guten Viertelstunde sind sie reif für das Wellholz. Eine Platte reichte für vier Dreiecke, wobei ich anfangs alle möglichen geometrischen Gebilde fabrizierte, bis ich den Teig im Griff hatte. Aber egal wie die Dinger aussehen, schmecken tun sie, denn es sind nur feine Sachen drin: 300 g Rinderhackfleisch, 1 Bund Petersilie, eine Zwiebel, 4 Knoblauchzehen (falls das Zehen einer Monsterknolle sein sollten, ein Zeh weniger nehmen, da sonst der Abgang zu knoblauchig wird), 2 EL Olivenöl, 1 TL edelsüßes (wieso eigentlich “edel”?) Paprikapulver, 1 TL frisch geriebene Muskatnuss (fertiges Pulver geht auch, schmeckt aber nicht so intensiv), 1 TL gemahlener Koriander, 1 EL Zitronensaft (oder Limettensaft), Salz, Pfeffer aus der Mühle. Das GUte Originalrezept wollte noch einen halben Bund Minze sehen, den gab es aber nirgends zu kaufen, oder ich war zu faul zum Afghanen zu gehen – die doppelte Menge Peterle, also ein Bund, geht auch. Und los!

1. Zwiebel und Knofi so klein wie möglich zerstückeln. 2 EL Olivenöl in einer Pfanne heiss werden lassen und die Zwiebelstückchen bei mittlerer Hitze rund 10 Minuten garen; braun sollten sie halt nicht werden, gegen Ende den Knofi rein und mitgaren. Das Gemisch in eine Schüssel geben.

2. Petersilienblätter von den Stängeln zupfen, waschen, legen, fönen, klein schneiden. Nun kommt es zur großen Zutatenvereinigung in der Schüssel, alles rein und gut miteinander vermengen. Da darf man ruhig die gewaschene Hand zur Hilfe nehmen, die macht interessante schmatzende Geräusche und vermengt besser als ein Löffel. Salzen. Pfeffern. Abschmecken.

3. Die Blätterteigplatten in der Mitte durchschneiden. Die Hälften mit dem Wellholz auf Originalgröße (10 x 20 cm) dünn ausrollen, und wieder in der Mitte teilen. Wenn ich richtig gezählt habe macht das dann 24 Teigtaschen. Etwa ein gestrichener EL Hackfleischgemisch verschwindet in einem Dreieck. Falls die nicht wie mit dem Lineal gezogen aussehen ist das egal. Geschmacklich schief gehen kann jetzt nichts mehr.

4. Den Backofen auf 200 Grad vorheizen. Die auf einem mit Backpapier beschwerten Backblech dicht an dicht ausgelegten Teigtaschen 15 Minuten backen, auf jeden Fall so lange, bis der Teig schön braun ist. Was kann in die Hose gehen? Man überhört im Fansiegesrausch das Piepsen der Küchenuhr, läuft jubelnd in der Wohnung auf und ab, während die Farbe der dann nicht mehr so schmackhaften oriental angehauchten Vorspeise von braun nach schwarz wechselt. Wie schön, dass mein Verein derzeit meistens verliert.

Blätterteigtaschen mit Hackfleischfüllung

Die schwarzen Stellen… Das passiert, wenn man sie schnell mal unter den Grillschlangen warm macht und derweil einen Gin Tonic inhaliert.

21.Februar 2014  |  Allgemein, Essen, Vorspeisen  |  Keine Kommentare

Kaviar? Naaah.

Freund kriegt von einem Patienten zwei Gläschen Kaviar geschenkt, die sonst schlappe 250 Euro kosten würden. Ein Gläschen mit blauem Deckel, Belugakaviar also, Eier vom Stör, wahrscheinlich, der, den 007 immer bestellte zu einer Magnumflasche Schampus, steht also unverhofft auf dem Küchentisch, wird fotografiert in profaner Begleitung von Butter, getoastetem Baquette und einem Badischen Sekt. Die Pulle blieb zu, und noch weltlichere Biere wurden zu dieser “Delikatesse” geköpft, salzige Kügelchen, Vorsicht subjektiv, die alles nur keine orgiastische Geschmacksexplosion auf dem Gaumen auslösten und in einer Liga mit glibberigen Austern spielen, beides völlig überpreiste Lebensmittel, die einmal mehr beweisen, dass teuer definitiv nicht gleich schmackhaft ist. Aber hey, ein schöner Abend.

Kaviar

Butter, Baquette, Bier. Was soll denn das mit blauen Deckel hier?

21.Februar 2014  |  Allgemein, Ohne Alkohol, Trinken  |  Keine Kommentare

Mandarongen-Saft

Nicht totzukriegen ist dieses Blog… Und weiter geht es, heute mit einem Mandarongen-Saft, eine C-Vitaminbombe in der eher D-sonnenarmen Winterzeit.
Dafür müssen sich Orangen und Mandarinen um ihren Saft gepresst fühlen. Die Zitrusfrüchte haben Bio-Qualität. Deren ungewachste Schale ist vielleicht nichts für das Auge, aber dafür hat hoffentlich der Plantagenbesitzer seine Anbaumethoden im Blick und setzt Nützlinge statt Pestizide ein in seinem epischen Kampf gegen Ernte fressenden Schädlingsarmeen. Der mildere Saft der Mandarinen schwächt die säurehaltigeren Orangen ab, eine perfekte Geschmacksehe, am Frühstückstisch oder als Gute-Nacht-Trunk.

Ein Haufen Mandarinen und Orangen aus der Bio-Ecke.

Mögen sich: Orangen und Mandarinen.

Mandarongen-Saft

Was für ein Saftglas hier.

13.Juli 2012  |  Allgemein, Essen, Hauptgerichte  |  Keine Kommentare

Spaghetti mit Zwiebeln und Salbei

Aglio e olio-Spaghetti mit Zwiebeln und Salbei

Aglio e olio-Spaghetti mit Zwiebeln und Salbei

Im Teller landeten keine Alltagsspaghetti. Knoblauch und Peperoncini mischten die Nudelmacher unter den Teig. Das sorgt für einen Farbtupfer und einen scharfen Abgang. Nicht viel zu tun gibt es bei diesem Essen. Ein paar Zwiebeln schneiden, Salbeiblätter zupfen und klein schneiden. Zwiebeln in Butter andünsten, die Salbeiblätter hinzugeben, und drüber und drunter damit in die in reichlich gesalzenem Wasser gar gekochten Nudeln. Wer Oliven im Haus hat, kann gerne ein paar davon untermischen. Das schmeckt jetzt schon gut, und mit frisch geriebenen Parmesan noch etwas besser. Noch Schnittlauch da?

13.Juli 2012  |  Allgemein, Essen, Hauptgerichte  |  1 Kommentar

Was Leichtes: Fleischkäse mit Spiegelei und Bratkartoffeln (ohne Spinat)

FBS

FBS

Den Spinat ließ ich kurzentschlossen weg. Der hätte wie man sieht auch gar nicht mehr auf den Teller gepasst. Am Vorabend kochte ich um Zeit zu sparen die Kartoffeln. Die abgekühlten Kartoffeln pellen und in schmale Scheiben schneiden. Butterschmalz in der größten Pfanne des Hauses heiß werden lassen, denn idealerweise sollte für jede Kartoffelscheibe ein eigenes Plätzchen da sein, damit der Bräunevorgang gelingen kann. Pfanne 1: Bratkartoffeln. Pfanne 2: Fleischkäse mit Zwiebeln. Pfanne 3: 2 Spiegeleier.
Tomatenketchup auf den Tisch. Genießen! Ohne Reue. Mit viel Ketchup.

FBS mit Heinz

FBS mit Heinz

Die Bergarbeiterportion kostet: 3,30 €

09.Juli 2012  |  Allgemein, Mit Alkohol, Trinken, Warenwelt, Zum Trinken  |  Keine Kommentare

Italienische Weinbaugebiete: das 12-Flaschen-Seminar

“Schmeckt”, “Schmeckt nicht”, “Kann man trinken”. Das muss doch noch prosaischer gehen mit der Beschreibung, wenn der Geruch eines Weines in die Nase steigt, auf der Zunge ein Päuschen einlegt und dann seinen Abgang macht. Dieser Zwölfweinkampf findet ausschließlich auf italienischem Terroir statt. Wenn der letzte Tropfen der letzten Flasche durch die Kehle rinnt gibt es Wine Slam Poetry.

Italienische Weinbaugebiete: im Grünen wachsen die Rebstöcke

Italienische Weinbaugebiete: im Grünen wachsen die Rebstöcke / © hawesko, Weinkatalog Sommer 2012

12 italienische Weine - werde ich am Ende der 12.  Flasche ein kenntnisreicherer Weintrinker sein?

12 italienische Weine - werde ich am Ende der 12. Flasche ein kenntnisreicherer Weintrinker sein?

Und das sind die Flaschenspieler aus dem Weinhaus hawesko.de in der Einzelschau (von links nach rechts):

Palazzo Antinori Bianco - 2011er - Marchesi Antinori

Palazzo Antinori Bianco - 2011er - Marchesi Antinori

Palazzo Antinori - 2008er - Marchesi Antinori

Palazzo Antinori - 2008er - Marchesi Antinori

Chardonnay -2011er - Feudo Arancio

Chardonnay -2011er - Feudo Arancio

Ampelo - 2010er - Vini del Sole

Ampelo - 2010er - Vini del Sole

Brancaia Tre - 2009er - Brancaia

Brancaia Tre - 2009er - Brancaia

Leone de Castris - 2007er - Salice Salentino

Leone de Castris - 2007er - Salice Salentino

Vernatsch Rotfüssler - 2010er - Schreckbichl Colterenzio

Vernatsch Rotfüssler - 2010er - Schreckbichl Colterenzio

Valpolicella - 2010er - Baroncello

Valpolicella - 2010er - Baroncello

Bricco Zanone - 2009er - Terradavino

Bricco Zanone - 2009er - Terradavino

Pinot Grigio - 2011er - Della Torre

Pinot Grigio - 2011er - Della Torre

Cuvée Bichl - 2011er - Schreckbichl-Colterenzio

Cuvée Bichl - 2011er - Schreckbichl-Colterenzio

06.Juli 2012  |  Allgemein, Essen, Hauptgerichte  |  Keine Kommentare

Spaghetti aglio e olio

Maestro L. aus Sardinien liebt dieses einfache, schmackhafte und noch dazu preisgünstige Basisnudelgericht. Und deshalb durfte er es gleich selbst auf den Montagsmittagstisch bringen… Drei Knofis wanderten dafür durch die Presse, und wateten anschließend in der Pfanne zusammen mit ein paar Peperoncinoflocken im besten Olivenöl des Hauses. Die Spaghetti blubberten in 3 Liter Salzwasser (2 EL Meersalz) zur weichen Bissfestigkeit vor sich in, wurden anschließend im Sieb geschüttelt, aber nicht heftig, so dass noch gut von dem Salzwasser an den Nudeln anhaften bleibt, wenn sie in das Knoblauch-Öl-Peperoncino-Bad hüpfen um dort ordentlich durcheinander gewirbelt zu werden. Parmesan hinein; jetzt gleich, und später bei jedem Nachschlag. Die zwei roten Basilikumblätter waren nur essbare Dekostatisten. Ob rot oder weiß, egal, Hauptsache jeder bekommt zu den Agliolios noch mindestens ein Gläschen Wein. Buon appetito!

Meersalz und Nudeln aus einer Weizenart, die angeblich schon Herr Pharao kannte.

Meersalz und Nudeln aus einer Weizenart, die angeblich schon Herr Pharao kannte.

Sagte schon Berti Vogts: Pressen, pressen!

Sagte schon Berti Vogts: Pressen, pressen!

Jetzt mal ordentlich die Dunstabzugshaube laufen lassen.

Jetzt mal ordentlich die Dunstabzugshaube laufen lassen.

Geschüttelt, nicht gerührt.

Geschüttelt, nicht gerührt.

Vorher in Salzwasser blubbern. Stimmt die Kochzeitangabe eigentlich jemals?

Vorher in Salzwasser blubbern. Stimmt die Kochzeitangabe eigentlich jemals?

Grazie, signore!

Grazie, signore!

04.Juli 2012  |  Allgemein, Essen, Hauptgerichte  |  Keine Kommentare

Schweinesteak mit rohgedämpften Kartoffeln

Schwein trifft Kartoffel - Schmatzifein.

Schwein trifft Kartoffel - Schmatzifein.

Das wurde Frau Mama abgeschaut. Sie brät das Schweinehalssteak in Rapsöl an, ein paar Minuten pro Seite, je nach Pfanne und Herd. Für die Rohgedämpften werden die Kartoffeln erst einmal geschält und anschließend in möglichst gleich große Würfel geschnitten. Herdplatte auf höchste Stufe stellen, reichlich Butterschmalz, mindestens 1 1/2 EL, in die Pfanne geben. Reinwürfeln, sobald der Schmalz heiß ist und Herdhitze sofort um die Hälfte reduzieren, einmal Mischeln, und den Deckel drauf. Nun beginnt eine etwa 10 – 15 minütige Theateraufführung mit immer dem selben Akt. Deckel hoch. Kodenswasser, das sich im Deckel gesammelt hat in die Pfanne kippen, die Würfel mischen, Deckel wieder draufsetzen. Ein paar Minuten vor dem finalen Vorhang pickt sich die Probiergabel einen Würfel. Schon gut gar? Ja? Dann weg mit dem Deckel, denn jetzt bekommen die Kartoffeln ihre Bräune, oder aber, warum auch immer, die braune Kruste setzt sich am Pfannenboden fest, wie man auf dem Foto erkennen kann. Macht nichts. Ein Pfannenwender kriegt die Kruste ab. Sieht zwar nicht so gut aus fürs Auge, wenn das auf dem Teller landet, schmeckt dafür aber umso besser, und das zählt.

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